Frühzeitig und systematisch, und opinionated.
Und das geht so:
https://blog.koehntopp.info/2020/01/28/mein-sohn-sitzt-vor-dem-computer.html
Jetzt ist er seit einem Monat 15, hat etwa 400x mehr Reddit Karma als ich je hatte bevor ich meinen Account da gelöscht habe, und betreibt einen Minecraft Discord mit besagten 1500 Usern. Bei dem es die üblichen Vorfälle gibt, die er mit dem durch ihn gemanagten Moderationsteam entscheiden muss. Oder im Server selbst, wo ebenfalls das Spiel seinen gewohnten Gang geht mit Regelverstößen, Griefern und dergleichen mehr.
Er ist damit aufgewachsen, und weiß wo er sich wohl fühlt und warum das so ist, hat das als Maßstab genommen für seine eigenen Entscheidungen und kann klar erklären warum er welchen seiner User wie diszipliniert, und welchen Einfluss das auf die Userbase hat.
Es hat keinen Sinn, die Welt von Kindern fern zu halten, auch nicht von kleinen Kindern. Wir zeigen die Welt wie sie ist und lügen nie, wir lehren sie, wir bewerten sie und wir erklären woher diese Wertung kommt, welche Werte wir haben und leben. Wir lehren Werkzeuge, mit der Welt umzugehen, auszuwählen und persönliche Grenzen zu ziehen.
Kinder hören, lesen und sehen Nachrichten. Das ist nicht zu vermeiden, und es wäre falsch das zu vermeiden. Schlimmer aber wird es nicht mehr. Nirgendwo, auch nicht im Internet. Die Mittel, damit umzugehen sind überall die gleichen, ob ich nun in der Tagesschau was von Gaza höre und dem Kind das erklären muss oder es das falsche YouTube Video angeklickt hat und jetzt wissen will, warum die da das tun.
Der Rest ist desorientierte Besorgnis oder eine maskierte Agenda. Oder halt der Versuch von Eltern, eine Erziehungsaufgabe an Technik auszulagern aus welchem Grund auch immer.