Eine Frage, die mich seit meiner letzten Recherche beschäftigt: Welche anstrengende Sache in deinem Alltag machst du absichtlich weiter selbst, obwohl es längst eine Maschine, eine App oder eine KI dafür gäbe? Und was gibt dir das?
Außerdem verändert Stress das Default Mode Network, das für Selbstreflexion und Emotionsverarbeitung zuständig ist. Deswegen fühlt sich chronischer Stress nicht nur anstrengend an. Er verändert, wie wir denken und fühlen. Und woran wir uns erinnern.
Die Aufmerksamkeitsforscherin Gloria Mark hat dafür eine einleuchtende Erklärung: Stress verändert das Gedächtnis. Das berichten ihr zunehmend schon Frauen Anfang dreißig.
Das Problem dabei ist: Dauerstress stört den präfrontalen Cortex. Diese Hirnregion ist wichtig für unseren Fokus. Unter Stress wird sie ineffizienter. Wir können schlechter gedanklich umschalten und behalten auch weniger.
🧵 Ich merke, dass ich Dinge öfter und vergesse schneller als früher. Ich lese Absätze oft zwei oder dreimal oder weiß nicht mehr, worüber ich gerade gesprochen habe.
Wenn Menschen keine Lust auf Sex haben, liegt es sehr oft daran, dass sie keine Lust auf den Sex haben, den sie kriegen können.
Ich habe diesen Satz Julia Henchen vorgelegt. Sie ist Paar- und Sexualtherapeutin und eine der klügsten Stimmen zu diesen Themen, die ich derzeit kenne
Was danach kam, war eines der ehrlichsten Gespräche, die ich seit langem geführt habe. Über Lust, Druck, und warum wir in Beziehungen oft die falschen Frage stellen.
Jedes vierte Kind in der vierten Klasse kann nicht richtig lesen. Das Erschreckende daran ist nicht mal mehr die Zahl – sondern dass sie kaum noch jemanden aufregt. Ich auch nicht, ehrlich gesagt. Das ist jetzt anders:
Das wollen meine Kolleg:innen Lea Schönborn und Bent Freiwald herausfinden. Und zwar so richtig. Drei Monate lang (!) recherchieren sie ausschließlich dazu. Sie wollen Kitas und Grundschulen besuchen – solche, in denen Kinder gut Lesen lernen, und andere, bei denen es nicht klappt, die am Limit arbeiten. Sie werden mit Politiker:innen, Wissenschaftler:innen und Lehrkräften sprechen.
Diese Tricks können wirklich helfen, Blackout-Momente im Alltag zu reduzieren. Mein Newsletter erklärt das heute genauer – und zeigt dir, warum diese Strategien überhaupt funktionieren.
Die Forschung nennt das "Türschwellen-Amnesie." Dein Gedächtnis funktioniert wie ein Browser: Wenn du einen Raum wechselst, schließt das Gehirn die alten Tabs, um Platz für die nächste Aufgabe zu machen.
Das Problem: Manchmal schließt es zu viele Tabs. Was dagegen hilft:
🧵 Du stehst in der Küche, die Hand am Griff des Kühlschranks. Was wolltest du hier nochmal?
Diese Momente, in denen der Kopf plötzlich leer ist, kennt jeder. Du bist aber gar nicht unkonzentriert oder schusselig. Dahinter steckt ein ziemlich smartes Feature des Gehirns:
3. Emotionale Achterbahn: Stress verändert das „Default Mode Network“. Das erklärt, warum wir bei Überlastung nicht nur vergesslich, sondern auch emotional dünnhäutiger werden.
1. Blockierter Fokus: Chronischer Stress stört den präfrontalen Cortex. Diese Region ist wie ein „Regisseur“ – sie steuert den Fokus und blendet Unwichtiges aus. Bei Stress arbeitet sie weniger effizient.