@EarlyTwix Auf Niederländisch habe ich nach einem halben Jahr meinen ersten Roman gelesen. Leider geht der NL-Kurs nur bis "Duolingo-Score" 60, das ist etwa B1. Englisch hab ich bis zum Ende bei 130 durch, das ist B2. Mein Französisch hab ich aufpoliert und auf Italienisch kann ich Kaffee bestellen und nach dem Weg fragen. :-) Problem bleibt die mündliche Konversation, das kann keine App wirklich trainieren. Umgangssprache verstehen und selbst wirklich fließend sprechen usw.
"Haha, bei #Stromausfall stehst du mit deinem #EAuto aber blöd da!" Na ja, Tankstellen gehen auch nicht ohne Strom. Aber wenn das bei uns wäre, könnte ich mal eben irgendwohin ins "Strom-Gebiet" fahren zum Laden und hätte dann am Auto immerhin eine Steckdose mit 3000 Watt. Besser als nix. (mal abgesehen davon, dass unsere PV auch noch eigenen Strom liefert. Das reicht selbst jetzt im Winter fast über Nacht.)
Was für ein wunderbarer Text von Marcia Luyten in de Volkskrant zum Jahresende. <3 Wehr dich! Lach autoritäre Typen aus. Fordere Schönheit und Trost. Streichle deine Katze oder deine Liebste, aber wehr dich!
Wehre dich! Geh in die Kneipe. Es gibt immer weniger Cafés. Das gemeinsame Essen und Trinken verlagert sich in Restaurants oder auf Lieferdienste, und dann unterhält man sich nicht mit anderen. Dabei ist die Kneipe laut Kulturphilosoph George Steiner typisch europäisch: ein Ort, an dem man ohne Ziel, ohne Eile und ohne Konsumzwang sitzt, an dem Studenten, Schriftsteller, Beamte, Denker, Möbelbauer, alte Freunde und junge Liebende sich Tische teilen, an dem geredet, gelesen, getrunken, ...
Lass dich nicht einschüchtern, manipulieren oder belügen. Abonniere eine Qualitätszeitung. Journalismus ist teurer als Desinformation, aber viel billiger und gesünder als Diktatur. Unterstütze Recherchekollektive wie Investico, Follow the Money, Bellingcat oder Lighthouse Reports. Wehre dich gegen den Kahlschlag bei den Rundfunkanstalten. Fordere Schönheit und Trost. Lies Geschichte. Sie wiederholt sich nicht, aber sie hallt überraschend oft nach.
Meide Online-Plattformen, die zu wenig moderieren: Facebook, X, Instagram und auch YouTube. Bring deinen Kindern bei, wie Propaganda funktioniert. Tausche WhatsApp gegen Signal aus – nicht weil du etwas zu verbergen hast, sondern weil du etwas zu schützen hast. Recherchiere selbst: Wer bezahlt eine Plattform? Wer profitiert davon? Autoritarismus gedeiht bei Faulheit.
Besuche die Bibliothek. Melde dich für einen Kurs an – als Schüler oder Lehrer. Tritt einem Verein bei. Nicht nur, dass man inmitten von Bekannten länger glücklich lebt, Robert Putnam hat in seinem Buch „Bowling Alone” gezeigt, dass mehr soziales Kapital zu mehr Vertrauen führt – in Mitmenschen, aber auch in der Politik. Engagiere dich ehrenamtlich. Sprich jeden Tag einen Fremden an. Populismus verabscheut soziale Komplexität.
Sei als Verbraucher ein Bürger. Kaufe lokal ein. Demokratie braucht Nähe, auch in der Wirtschaft. Meide Amazon. Meide Temu, JD.com und Shein. Kaufe in der Buchhandlung um die Ecke, auch online. Oder gut: bei Bol, aber gib dein Geld in Europa aus. Wehre dich gegen mehr Rechenzentren, gegen Einkaufskathedralen außerhalb der Stadt, gegen die Mall of the Netherlands. Sie produzieren uniforme Menschen, sie sind das Todesurteil für Dorfläden und lebendige Innenstädte.
Tritt einer politischen Partei bei. Hüte dich vor leichtfertigen negativen Äußerungen über „die Politik”. Beteilige dich nicht an der Verunglimpfung von Richtern. Zynismus ist der beste Freund der Tyrannei. Unterstütze Ratsmitglieder, Stadträte und Bürgermeister, die bedroht werden. Investiere auf jeden Fall ein wenig Zeit in Politik und Verwaltung. Informiere dich darüber, wie die Regierung funktioniert. Skepsis oder Kritik sind gesund, Verachtung ist gefährlich.
Deutschland hat eine jesidische (!) Familie (!!) mit vier minderjährigen (!!!) Kindern in den Irak abgeschoben. Trotz erfolgreicher Klage gegen die Abschiebung. Straffällig ist niemand von ihnen gewesen. Was soll das mit rechtsstaatlicher Migrationspolitik zu tun haben?
Norbert Blüm 2017: "Wenn der #Familiennachzug ausgerechnet an der CDU scheitert, wünsche ich jedem Redner der Partei, dass ihm fortan das Wort im Hals steckenbleibt, wenn er die hehren Werte der Familie beschwört."
Warum reden eigentlich alle von dem afghanischen Täter, aber niemand von dem getöteten marokkanischen Jungen, dem heldenhaften Passanten, der sein Eingreifen mit dem Leben bezahlt hat, und den verletzten Kindern und Erwachsenen, darunter ein syrisches Mädchen? Diese Menschen haben bei uns Schutz gesucht aus gutem Grund. Und wir haben versagt. #Aschaffenburg