Eine Menge Leute lästern über Discord, aber das ist meist entweder Mangel an Erfahrung oder sinnfreier OSS-Fundamentalismus.
Discord ist von allen Lösungen für synchrone Kommunikation, die ich hier offen habe, die einzig richtig Gute.
Sie ist praktisch im Handumdrehen einzurichten, hat sinnvolle Defaults, und kann Communities mit 3 Benutzern genau so abbilden wie solche mit 30k Users.
Sie kann Umgebungen für Streaming und Audiochat genau so realisieren wie solche, die lang laufende Text-Unterhaltungen realisieren – und zwar lineare wie auch solche, die stark strukturiert in Threads oder FAQ/Support-Cases aufgebaut sind.
Text in Discord ist Markdown, kann Bilder und Emojis enthalten und der Chat kann auch als Filesharing/Dateitransport-Dienst verwendet werden.
Der Dienst ist auch nicht förderiert und der Client einigermaßen kontrolliert. Das heißt, man hat 95% des Spam-Problems nicht, das zum Beispiel Google Hangouts vor 10 Jahren durch Rogue Instanzen hatte und am Ende die Abriegelung von Hangouts forciert hatte.
Und während es nicht-offizielle Discord Clients oder Patches für die originale Electron-App gibt, sind die alle offiziell, können also den Dienstleister nicht daran hindern, den Featureset zentral weiter zu entwickeln, ohne daß Gejammer von Menschen kommt, deren Client das neue Feature noch nicht kann oder nie können wird, und die deswegen unbedingt wollen, daß wir alle das Feature nicht haben.
Und das alles hosted, für einen Spottpreis (nämlich erst mal frei, oder halt für 120 Euro/Jahr für echt große Server).
Es wird schade sein, das alles an ungebremste Monetarisierung zu verlieren.