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    Kris (isotopp@infosec.exchange)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 08:46:30 JST Kris Kris

    In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

    Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

    In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

    Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

    Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

    Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

    Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

    Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

    Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

    Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

    Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

    Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

    Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

    In conversation about 8 months ago from infosec.exchange permalink

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    • GreenSkyOverMe (Monika) repeated this.
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      Brahms (brahms@chaos.social)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 08:46:30 JST Brahms Brahms
      in reply to

      @isotopp wes geld ich nehm, des physikalische ansichten ich postulier

      ...

      oder so ähnlich

      In conversation about 8 months ago permalink
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      Expertenkommision Cyberunfall (expertenkommision_cyberunfall@mastodon.social)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 08:57:04 JST Expertenkommision Cyberunfall Expertenkommision Cyberunfall
      in reply to
      • Vaui

      @vaui

      Wieviel qm Wasser verdampfen die pro Stunde bei 2GW/h die geküjlt werden müssen?
      3000?

      @isotopp

      In conversation about 8 months ago permalink
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      Vaui (vaui@mastodon.berlin)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 08:57:05 JST Vaui Vaui
      in reply to

      @isotopp

      Fusionskraftwerke werden sich sicherlich niemals rechnen.

      Deine Argumentation hat aber einen kleinen Haken: Das Problem mit der Kühlung ließe sich mittels Kühltürme angehen. Das macht es noch teurer, ist aber technisch möglich.

      In conversation about 8 months ago permalink
      GreenSkyOverMe (Monika) repeated this.
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      Chris Kletsch (ckl@ioc.exchange)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 09:40:53 JST Chris Kletsch Chris Kletsch
      in reply to

      @isotopp dann brauchen wir also... hocheffiziente AKW?

      /s... Zur Sicherheit

      In conversation about 8 months ago permalink
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      Hanno Zulla (hzulla@infosec.exchange)'s status on Tuesday, 20-Jan-2026 11:44:37 JST Hanno Zulla Hanno Zulla
      in reply to

      @isotopp hier in der Region schafft man leider seit Jahren nicht, eine kommunale Fluss-Wärmepumpe im Teltow-Kanal zu implementieren. Sowas würde dem Wasser Wärme entziehen und iirc wird der Betreiber einer solchen Anlage sogar von den Wärmeeinspeisern im Wasserlauf davor dafür quersubventioniert.

      https://www.bund-berlin.de/service/meldungen/detail/news/waermewende-konkret/

      In conversation about 8 months ago permalink
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      Nona 🏳️‍🌈💚🧬 (nona@ruhr.social)'s status on Wednesday, 21-Jan-2026 05:45:24 JST Nona 🏳️‍🌈💚🧬 Nona 🏳️‍🌈💚🧬
      in reply to

      @isotopp vielleicht ist genau das das Problem. 12-14 Jahre= tiefste Pubertät. Von befreundeten Lehrern hörte ich mal, das sich in der 7. Klasse die ersten verabschieden. Ab Klasse 9 kommen die ersten wieder zurück. Das passt genau da rein. Bedeutet, durch die hormonelle Veränderung bekommen es nur sehr wenige mit.
      Und dazu ist es weiterhin in Deutschland legitim zu sagen, man könne Mathe nicht so gut, ohne dabei komplett das Gesicht zu verlieren…. Leider….

      In conversation about 8 months ago permalink

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