Hier also {als Vorbild} über Eugen von Savoyen auch eine Art Stellvertreterfunktion aus: wer er vieles, was andere »aufgeklärte«, »liberalere« Christengläube seiner Zeit, zumal der sogenannten politischen Elite mehr der weniger ähnlich, auch schon vertreten, glauben, oder nicht nicht mehr glauben; weil er so viel von jenem ominösem Komplex verkörpert und ausstrahlt, den man, immer wieder un noch, platt rhetorisch und ebenso nichts- wie vielsagend, mit dem Schlagwort »unsere Werte« oder »unsere christlichen Werte« umschreibt, wohlweislich in aller Regel nicht näher definiert, meist bewusst mehr versteckt als klarlegt. Nicht ethische Bibelnormen nämlich, nicht die Zehn Gebote, die Bergpredigt, nicht irgendwelche schönen Dinge aus dem christlichen Tugendkatalog, Glaube, Hoffnung, Liebe oder sonst was an theologischen Ausgeburten sind gemeint. Nein, »unsere christlichen Werte«, das meint, das bedeutet Macht, Gewalt, heißt bei Widerstand, wie Kardinal Richelieu schreibt, »alles zermalmen«, heißt Ausbreitung, jenseits der Grenzen, wachsende Herrschaft, heißt Indoktrination und Schröpfung der Massen unter Vorgaukelung edler Zwecke und Ziele. »Unsere christlichen Werte«, das ist jene wilde Mischung aus falschem Glanz, aus Devotion, aus üblem Untertanenkampfgeist und fataler Todesbereitschaft zum Nutzen weniger und zum Verderben vieler.
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